Blog-tember #20 und #21: Glaubenssätze und Eiscreme

Ja, ich habs gestern Abend wieder nicht geschafft. Aber diesmal hatte ich wenigstens einen besseren Grund als Eingeschlafen zu sein *lol* Gestern hat nämlich ein Online-Workshop zum Thema Familienfotografie begonnen, auf den ich mich schon lange gefreut hab! Und da musste ich dann auch gleich die ersten Videos sehen und bin „kleben“ geblieben :)

Deshalb also heute zwei Beiträge auf einmal, was sich insofern gut trifft, als dass meine Antwort auf den zweiten Prompt eher kurz ausfällt…

Zuerst aber Prompt #20: Etwas, von dem ich wollte, dass es mehr Menschen wissen bzw. daran glauben würden…

Ganz ehrlich? Da schießen mir gleich etliche Ideen dazu ein.. Gute Manieren. Dass kein Mensch „besser“ ist als der andere. Mitgefühl. Erst denken, dann sprechen. Dass es niemandem einen Zacken aus der Krone bricht, sich zu entschuldigen. Schlecht über andere zu sprechen fällt immer auf einen selbst zurück. Generalisierungen sind fast immer falsch (see what I did there?). Usw.

Aber ein Punkt, an den ich ganz fest glaube und auch glauben will, ist: Kaum jemand verletzt uns absichtlich. (Außer während einer konkreten Auseinandersetzung aus Wut etc.) Wir beziehen das Verhalten anderer einfach viel zu oft auf uns persönlich – was uns im Grunde zu ganz schönen Egozentrikern macht.

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Ich sollte das vielleicht näher erklären… Im Normalfall tun wir das, was für für das Beste halten in der gegebenen Situation. Das kann für eine andere Person, die von unserem Verhalten betroffen ist, aber völlig anders wirken. Das liegt z.B. oft an anderen Werten, anderen angelernten Verhaltensweisen und unterschiedlichen Generationen…

Beispiel (aus dem realen Leben, wurde mir so erzählt): Ein liebendes Elternteil lässt seine Kontakte spielen, um für das Kind einen Praktikumsplatz bei einer tollen Firma zu bekommen und schwärmt dabei dem Chef der Firma vom Kind vor. Das Kind – das ganz normal eine Bewerbung geschickt und ein Bewerbungsgespräch absolviert hat – bekommt die Stelle und macht ein super Praktikum. Gegen Ende desselben, nachdem mit dem Chef ein kollegiales Klima hergestellt ist, erzählt der Chef dem Kind, dass es die Stelle fast nicht bekommen hätte, weil er die Aktion des Elternteils völlig unpassend und anbiederisch fand. Ergebnis: das Kind ist entsetzt und richtig sauer auf den Elternteil.

Das Problem: der Elternteil hat nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohl des Kindes gehandelt, wie er dachte. Dabei wurde aber eine (oder eigentlich gleich mehrere) imaginäre Grenzen überschritten. Einerseits beim Chef, der sich wahrscheinlich genervt und auch ein bisschen unter Druck gesetzt gefühlt hat durch das Einwirken des Elternteils. Und andererseits natürlich beim Kind, das sich hintergangen fühlt und vielleicht auch denkt, dass das Elternteil ihm nicht zugetraut hat, die Stelle allein zu bekommen. Es ist in jedem Fall eine Einmischung, die so nicht in Ordnung ist, was der Elternteil aber vermutlich anders sieht..

Und wie oft passiert es, dass man eine Person verletzt, weil man einfach nicht nachgedacht hat und erkannt hat, dass das eigene Verhalten für den anderen Konsequenzen hat? Derjenige hat dafür dann vielleicht das Gefühl, dass man ihm absichtlich was antut usw.. Wir sind einfach viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt, sodass wir oft einfach nicht erkennen, wie unser Verhalten auf andere wirkt…

Was will ich damit sagen? Einfach nur, dass es gut wäre, wenn wir öfter versuchen würden, uns in eine andere Person hineinzuversetzen…sei es als handelnde Person oder auch als Betroffener. Und nicht gleich „angefressen“ zu sein wegen jedem Blödsinn. Die Chance ist groß, dass sich die „böse“ Person einfach keine Gedanken gemacht hat..und das passiert uns allen öfter mal.

Gut, nun zum heutigen Prompt: Wenn ich eine Eiscreme wäre, welche wäre ich dann?

Was für eine Frage…ich meine, eine Eiscreme? Wirklich? Aber egal, Prompt ist Prompt.

Also ich wäre „Cookie Dough“ – warum?

  • Besser als es aussieht ;)
  • Teilweise „noch nicht ganz fertig“ (Teig und so)
  • nicht zu süß
  • mehr drin als man glaubt ;)

Na dann, wir sehen uns morgen!
Eure Sandra

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