Reiseplanung – so funktionierts!

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich ist die Planung ein großer Teil der Vorfreude auf eine Reise (wenn es nicht gerade um einen Badeurlaubgeht *lach*) – ich liebe es! :) Natürlich gibt es da ganz verschiedene Ansätze, aber wenn ihr wie ich ein Planungs- und Organisationstyp seid und die Vorbereitung einfach auch „braucht“, dann interessiert euch vielleicht meine Vorgehensweise…

1. Wo soll’s hingehen?

Egal, ob man einen Städtetrip oder eine Rundreise machen will, am Anfang steht natürlich die Frage: wohin?! Ich habe da gleich eine laaaaange Liste mit Ländern und Orten im Kopf, die ich noch irgendwann sehen will…da kann die Entscheidung auch schwer fallen. Wenn man nicht ohnehin schon einen Favoriten im Kopf hat, dann kann man sich auch überlegen, was für die in Frage kommende Reisezeit Sinn macht. Rom im Hochsommer? Vielleicht keine so gute Idee… Irland im Winter? Möglich, aber auch nicht unbedingt ideal. Also Klima recherchieren, vor allem auch Regenmengen.

Natürlich kann man sich nicht immer nach dem idealen Reisezeitpunkt richten. Egal, ob man vielleicht mit Schulkindern reist und sich daher an Ferienzeiten halten muss oder – so wie bei uns – ein Beteiligter einen saisonalen Job hat und auch nur zu gewissen Zeiten weg kann…dann schließt man eben Kompromisse. So wie Rom im Januar. Definitiv nicht die beste Zeit, weil grau und kalt. Aber es gibt auch immer Vorteile, so wie zum Beispiel kürzere Wartezeiten bei den Attraktionen. Also: nicht verzweifeln, wenn der Zeiptunkt nicht 100%ig passt. Hauptsache reisen, neue Orte sehen und neue Erfahrungen machen! Das lohnt sich nämlich immer!

01_Reiseziel | Sandra Klary Fotografie

2. Transport & Unterkunft

Dann gehts zuerst an die wichtigsten Fragen: „Wie komme ich hin?“ und „Wo wohne ich?“

Je nachdem, wo die Reise hingehen soll, erübrigen sich Transportfragen natürlich. Amerika wird man höchstwahrscheinlich per Flugzeug ansteuern, die nächste Großstadt mit dem eigenen Auto. Oft macht es aber doch Sinn, sich Alternativen anzuschauen. Für einen Trip ins Nachbarland kommen sicher verschiedene Varianten in Frage. Ob man sich dann für Auto, Bahn oder Flugzeug entscheidet, ist eine Geschmacks-, Zeit- und/oder Geldfrage für die meisten. Übrigens auch am besten gleich an den Transport vor Ort denken! Tickets für öffentliche Verkehrsmittel können oft schon bequem von zuhause aus gekauft werden!

Auch bei der Unterkunft gibt es etliche Möglichkeiten. Vom Hostel (das nicht einmal als Jugendlicher etwas für mich gewesen wäre) über Pensionen, BnB’s  und Hotels bis hin zu Privatunterkünften a la AirBnB ist alles dabei. Was man sich aussucht, hängt natürlich größtenteils vom Reisebudget ab. Ich habe meine erste Erfahrung mit AirBnB noch vor mir, bin aber schon  sehr gespannt (und werde danach natürlich genau berichten)! Für meinen kommenden London-Trip hab ich mir ein Zimmer bei einer Künstlerfamilie ausgesucht – weil ich diesmal einerseits zwar bewusst allein verreise, aber andererseits doch ein gutes Gefühl hab, wenn ich beim Frühstück mit jemandem reden oder nach Tipps fragen kann. Außerdem sind 44€ pro Nacht mit Frühstück in London echt ein Schnäppchen ;)

Je nach der Art der Reise variiert der Zeitpunkt der Buchung. Wenn ich fix am selben Ort bleibe, dann kann ich direkt Transport und Unterkunft buchen. Bei einer selbst geplanten Rundreise wird erst dann gebucht, wenn die Route fest steht, also nach Punkt 5, gleichzeitig mit den Reservierungen.

Wo man bucht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Manche gehen dazu ins Reisebüro, machen benutzen Suchmaschinen wie checkfelix.com und buchen dort oder andere – so wie ich übrigens – suchen sich alles zusammen und buchen dann direkt. Für meine anstehende Städtereise hab ich zuerst über eine Suchmaschine geschaut, welche Flüge/Fluglinien sich anbieten würden und dann direkt über die Webseite der Linie gebucht. Ich vertraue diesen „Wunderwuzzi“-Anbietern nämlich nicht so ganz – man hört immer wieder von Überbuchungen u.Ä. – und bin lieber auf der sicheren Seite ;)

3. Die Bucketlist

Für mich geht es dann ans Recherchieren! Reiseführer, Internet, Freunde,..jedes Mittel ist mir recht, um Punkte zu finden, die ich *unbedingt* sehen/machen muss! Für London hab ich mir ein eigenes Board auf Pinterest erstellt, wo ich alle möglichen Beiträge aus Blogs und auch einfach nur Bilder gepinnt habe von solchen Dingen… Zuerst nur grob und dann später hab ich angefangen, mir all die Dinge rauszuschreiben in eine Liste, damit ich ein bisschen mehr Überblick habe.

Ganz ehrlich, das ist mir der liebste Part an der Planung! Nach Geheimtipps suchen und tolle Orte entdecken, wo man geniale Fotos machen kann und vielleicht nicht gaaaanz so viele Touristen rumschwirren ;)

02_Bucketlist | Sandra Klary Fotografie

4. Karte und Öffnungszeiten

Wenn ich dann eine konkrete Liste habe, nehm ich mir einen Stadtplan zur Hand und markiere alle Punkte (mit einer kleinen Legende für mich). Man kann dafür natürlich auch Google Maps nehmen und sich seine eigene Karte zusammenstellen (hier eine Anleitung dazu), aber ich hab lieber physisch einen Plan in der Hand, wenn ich verloren in einer fremden Stadt stehe ;) Für Notfälle hab ich dann eh noch das Handy mit.

Neben der Karte hab ich mir jetzt noch angewöhnt, meine Liste zu erweitern. Das Ganze mache ich in Excel mit jeweils der Sehenswürdigkeit/der Aktivität, die ich sehen/machen will, dem Eintrittspreis und den Öffnungszeiten, falls vorhanden. Dasselbe für Restaurants, die ich besuchen will, sowie Shops, in denen ich einkaufen will.. Warum das Ganze? Für den nächsten Punkt, nämlich das Zusammenstellen der Tagestouren!

5. Tagestouren

Aufgrund meiner Karte und der Liste stelle ich mir dann einen Plan zusammen, wann ich in welche Gegend fahren werde. In Rom waren wir zum Beispiel an einem Tag im Norden im Bereich der Villa Borghese, dann ein Tag im Süden Kirchen abklappern und Colosseum und Palatin, dann ein Tag den Westen mit Vatikan und Petersdom und ein Tag Richtung Südwesten mit unter anderem dem botanischen Garten. Wir haben uns Rom quasi aufgeteilt und sind auch alles zu Fuß gegangen – nicht einen Meter irgendwie gefahren! War ordentlich anstrengend und ich hatte zum Schluss auf beiden Füßen Blasen, aber es hat sich total gelohnt! Man sieht so einfach viel mehr!

Beim Planen richte ich mich dabei natürlich einerseits nach Dingen, die in derselben Gegend liegen, aber auch nach den besseren Tagen. Ein Beispiel von London: Westminster Abbey (und viele andere Kirchen) kann man am Sonntag nicht besichtigen.  Wenn man also nicht in die Messe gehen will, muss man an einem anderen Tag rein. Oder manche Märkte haben nur an bestimmten Tagen offen bzw. an verschiedenen Tagen verschiedene Themen. All das will berücksichtigt werden… Ich weiß, ich mache mir da wirklich viele Gedanken, aber wie gesagt, ich plane sowas auch total gerne :) Und nur, weil ich einen so genauen Plan habe, heißt das übrigens nicht, dass dann wirklich alles davon gemacht wird. Wenn mich eine Sache dann doch nicht freut, ich irgendwo anders länger bleiben will oder vielleicht vor Ort einen Tipp für was Besseres bekommen habe, dann ist das eben so ;)

03_Tagestouren | Sandra Klary Fotografie

6. Reservierungen u. Ä.

Nachdem die Tagestouren feststehen, können die letzten organisations-technischen Dinge erledigt werden, nämlich etwaige Reservierungen und – bei einer Rundreise – die Buchung der Unterkünfte. Je nachdem, wo es hingehen soll, kann man von zuhause aus tatsächlich schon Tickets für viele Sehenswürdigkeiten kaufen und muss sich dann nicht mehr vor Ort in eine lange Schlange stellen.

Vielleicht will man ja auch in eine Veranstaltung gehen. Wenns jetzt nicht gerade Kino oder sowas in der Art ist, dann sollte man auch das schon im Vorhinein buchen! Ich habe vor, in London jeden Abend ins Theater/Musical zu gehen und weil ich nicht gern irgendwo im letzten Winkel sitze (was bei bestimmten Stücken der Fall ist, wenn man spät dran ist), kaufe ich die Tickets dafür jetzt schon. Vor Ort gibt es oft tolle Vergünstigungen für Vorstellungen am selben Tag, aber das ist mir irgendwie zu unsicher. Wenn ich ein bestimmtes Stück sehen will, dann will ich das sehen ;)

Zu guter letzt sind da noch Reservierungen für Restaurants und Ähnliches. In London sollte man z.B. unbedingt eine original englische Tea Time mitmachen mit Tee, Sandwiches und kleinen Süßigkeiten. Das geht aber fast immer nur mit Vorreservierung. Auch für bestimmte Restaurants macht es Sinn, sich zu überlegen, ob man gleich einen Tisch fixiert. Ich weiß noch, in Rotterdam waren wir fast schon verzweifelt, weil abends einfach alles total voll war und wir 2 Stunden auf einen Tisch hätten warten müssen in den Lokalen, die uns gefallen hätten. Wir haben dann gleich für den nächsten Abend reserviert – und dazu gelernt ;)

7. Packen und los!

Die letzten Überlegungen vor der Reise drehen sich natürlich ums Packen! Ich bin ein Listenmensch und hab immer Angst, etwas Wichtiges zu vergessen ;) Deshalb mach ich mir immer eine Packliste mit Dingen, die wichtig sind. Neben den üblichen Verdächtigen wie Kamera, Unterwäsche, Waschzeug usw. kommen dann auch spezielle Dinge drauf, wie Regenschutz für London oder Bikini, wenn die Unterkunft einen Pool hat etc. Da ich die Liste meistens schon eine Woche vor Abflug schreibe, wandern manchmal in den Tagen darauf noch Sachen drauf, die mir unter Tags einfallen.

Natürlich packe ich – wie wohl fast jeder – meistens zuviel ein :) Zu meinem nächsten Trip gehört allerdings Shoppen auch dazu, weshalb ich mir definitiv weniger Kleidung mitnehmen werde als sonst. Wir werden sehen, ob und wie das funktioniert, dazu gibts vielleicht eh noch einen eigenen Beitrag!

 

So, das war jetzt auf jeden Fall genug der Planung! Vielleicht ist ja der ein oder andere Tipp für euch dabei ;)

Ich melde mich die Tage zurück mit Project 365 und dann meiner Bucketlist für den anstehenden Städtetrip!
Bis dann, eure Sandra

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7 Comments

  1. by Tanja W. on 1. Juni 2016  15:40 Antworten

    Hallo Sandra,
    da bin ich mega gespannt, was du so von deinem Trip nach London erzählst. Nachdem ich Anfang April alleine für ein Wochenende nach Paris geflogen bin und es sehr spannend fand, wünsche ich dir auch so eine spannende Zeit. Für Airbnb hatte ich allerdings zu viel Angst, nicht genau zu wissen, woran ich gerate. Zu zweit war Airbnb bisher immer eine tolle Erfahrung. ;-)
    Unsere (meine) Reiseplanung sieht deiner ziemlich ähnlich. Nur die Tickets haben wir abends immer spontan gekauft. In London gab es eigentlich für jede Show morgens noch Tickets zu kaufen. Da du ja auch ein Sherlock Holmes Fan bist, kann ich dir nur eine Stadtführung dazu ans Herz legen. Wir hatten eine ganz tolle Führung mit einem sehr engagierten Guide, der auch die ursprünglichen Sherlock Geschichten im Blick hatte. Wir hatten auch für unterwegs die kostenlose App von Ulmon heruntergeladen. Für die Karte braucht man nämlich keine Internetverbindung. Die App hatten wir in New York entdeckt und schauen seit dem immer, ob es die nicht auch für unser neues Reiseziel gibt.
    Liebe Grüße
    Tanja

    • by Sandra on 1. Juni 2016  16:01 Antworten

      Hallo Tanja, danke für deinen Kommentar! :)
      Ja, ich bin schon meeeega gespannt, was mich mit AirBnB erwartet! Aber nach den ganzen Bewertungen und den Fotos glaube ich, dass das ziemlich nett wird! Naja, die Erfahrung wird's mich lehren ;)
      Danke für den Tipp mit der Stadtführung und der App! Werd ich mir auf jeden Fall runterladen! Ob ich für die Führung Zeit hab, muss ich noch schauen *gg* Aber ist vielleicht nicht das letzte Mal, dass ich in London bin! :D
      LG sandra

  2. by Isabel on 1. Juni 2016  21:57 Antworten

    :D Ehrlich gesagt mache ich es fast genauso. Viele halten mich deshalb für verrückt, aber ich kann nicht einfach "nur so" in eine Stadt fahren und "mal sehen". Da habe ich immer Angst nur die typischen Touri Dinge zu sehen und sonst nix. Habe für meine Trips nach Berlin, London und Neuseelang genauso Boards bei Pinterest (beste Inspirationen!!!) angelegt und dann auf anderen blogs nach Geheimtipps gesucht. Ich muss sagen es hat sich ordentlich gelohnt und spart vor Ort Zeit, weil man nicht stundenlang rumläuft und nach irgendwas sucht (oder sich erläuft) oder in der Touri-Info ansteht...

    • by Sandra on 3. Juni 2016  9:39 Antworten

      Hallo Isabel!
      Danke für deinen Kommentar! Hihi, das beruhigt mich immer, dass auch andere so einen Aufwand betreiben mit ihrer Planung ;)

  3. by Ina Apple on 1. Juni 2016  22:20 Antworten

    Liebe Sandra,
    deine Reiseplanungs-Tipps haben mir super gefalle! Schön strukturiert und kompakt! Der schwierigste Teil ist für mich immer noch dss Packen! V.a. für längre Reisen brauche ich echt immer ewig! ;)
    Liebe Grüße, Ina

  4. by Ina Apple on 1. Juni 2016  22:23 Antworten

    Sorry für die ganzen Tippfehler :) Am Handy vertippe ich mich ständig!!
    Liebe Grüße!

    • by Sandra on 3. Juni 2016  9:41 Antworten

      Geht mir auch immer so ;)
      Ja, packen ist eine Herausforderung :D Entweder zuviel oder ich vergess was (Kontaktlinsenflüssigkeit z.B.) *lol*

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